15.03.2026, 11.00 Uhr
Jazz & Literatur
Staatstheater Karlsruhe
15.03.2026, 11.00 Uhr
Jazz & Literatur
Staatstheater Karlsruhe
Die Weltgeschichte ist voller Dinge, die verloren sind – mutwillig zerstört oder im Lauf der Zeit abhandengekommen. Judith Schalansky widmet sich dem, was das Verlorene hinterlässt: verhallte Echos und verwischte Spuren, Gerüchte und Legenden, Auslassungszeichen und Phantomschmerzen. Ausgehend von verlorengegangenen Natur- und Kunstgegenständen wie den Liedern der Sappho, einem verschollenen Stummfilm von Friedrich Wilhelm Murnau, einer ausgestorbenen Tigerart oder einer im Pazifik versunkenen Insel, entwirft sie ein naturgemäß unvollständiges Verzeichnis des Verschollenen und Verschwundenen, das seine erzählerische Kraft dort entfaltet, wo die herkömmliche Überlieferung versagt.
Schalansky erzählt gleichermaßen vom Suchen wie vom Finden, vom Verlieren wie vom Gewinnen und zeigt, dass der Unterschied zwischen An- und Abwesenheit womöglich marginal ist, solange es die Erinnerung gibt – und eine Literatur, die erfahrbar macht, wie nah Bewahren und Zerstören, Verlust und Schöpfung beieinanderliegen.
In Kooperation mit dem Jazzclub Karlsruhe
Text (c) Bad. Staatstheater Karlsruhe
Saxophon: Gerd Pfeuffer
Piano: Wolfgang Klockewitz
Bass: Jan Goetz
Drums: Steffen Schuhmacher
